Der Unterputzbriefkasten Ratgeber

Eine größere Breiefkastenanlage für ein Mehrfamilienhaus.Unterputzbriefkästen kennt jeder, der schon mal in einer Großstadt gewohnt hat. Dort ist es nahezu unmöglich ihnen zu entkommen. Entweder sie sind schon vor der Haustür in der Wand eingelassen, oder sie sind im Eingangsraum des Gebäudes eingebaut. Bei Einfamilienhäusern ist diese Art von Briefkasten hingegen nur selten anzutreffen. Manchmal werden Unterputzbriefkästen auch als Einbaubriefkästen bezeichnet. Bei diesem Thema entsteht dann leider schnell ein leichtes Chaos durch die vielen ähnlichen Bezeichnungen, die unterschiedliche Briefkastenarten beschreiben. Daher kurz zusammengefasst, welche Bezeichnungen „üblich“ sind: Unter Unterputzbriefkästen versteht man Modelle, die fest in der Wand installiert sind, aber nicht durch die Wand „durch“ führen. Unter Durchwurfbriefkästen versteht man Modelle, bei denen die Post quasi durch die Wand „durch“ fällt. Das Problem ist, das beide Typen oft als Einbaubriefkästen bezeichnet werden, oder die Begriffe von Online-Händlern zusammengemischt werden, damit mehr Leute ihre Artikel ansehen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns ausschließlich mit Unterputzbriefkästen. Mit Durchwurfbriefkästen haben wir uns in einem eigenen „Ratgeber über Durchwurf- und Einwurfbriefkästen“ beschäftigt. Noch dazu gibt es die ganz großen Briefkastenanlagen die wir uns auch in einem eigenen Artikel über Briefkastenanlagen angeschaut.

Allgemeines zu Unterputzbriefkästen

Unterputzbriefkästen scheinen ein bisschen das „ungeliebte Stiefkind“ der Briefkastenhersteller zu sein. Es gibt fast keine Modelle, die in irgendwelche wirklich besonderen Designelemente oder Herausstellungsmerkmale haben. Selbst wenn man nur eine andere Farbe, statt blankem Edelstahl will muss man ordentlich suchen. Es gibt soweit wir wissen auch keine Unterputzbriefkästen mit Paketbriefkasten Funktionalität. Wer also einen Paketbriefkasten will, sollte direkt in unseren Ratgeberartikel zum Thema Paketbriefkästen weiterklicken.
Es gibt aber einen speziellen Bereich in dem die Unterputzbriefkästen scheinen: Elektronik. Es gibt Modelle mit eingebauten Gegensprechanlagen, Klingeln und sogar mit Kameras. Das findet man bei normalen Briefkästen quasi gar nicht. Ebenfalls erwähnt werden muss der Schutz der Post. Bei Unterputzbriefkästen gibt es eine viel geringere Gefahr, dass Wasser in den Innenraum eindringt und die Post beschädigt. Auch bei der Sicherheit sind Unterputzbriefkästen ein bisschen besser als die meisten anderen Modelle, da man nicht einfach den ganzen Briefkasten abreißen kann. Einem richtig motivierten Dieb mit einer Brechstange können aber auch diese Modelle nicht wirklich etwas entgegensetzen.
Falls man regelmäßig eine Zeitung bekommt, sollte man überlegen ob man zusätzlich irgendwo eine Zeitungsrolle anbringen kann, denn bei vielen Modellen ist nicht genug Platz für Zeitungen.
Was die Kosten angeht, muss man bei Unterputzbriefkästen mit deutlich höheren Preisen rechnen als bei gewöhnlichen Briefkästen. Die klassischen, amerikanischen Briefkastenmodelle bekommt man schon ab ca. 20-30€. Bei Unterputzbriefkästen geht es eigentlich erst ab ca. 150€ los. Dafür ist die Qualität nach dem was wir bisher gesehen haben im Schnitt auch deutlich besser.
Der Einbau von Unterputzbriefkästen ist eigentlich nicht wirklich viel schwieriger, als der von normalen Modellen, falls ein entsprechender Hohlraum bereits vorhanden ist. Die meisten Modelle werden einfach Reingesteckt und festgeschraubt. Man sollte aber trotzdem zumindest über grundlegende handwerkliche Kenntnisse verfügen, um dafür zu sorgen, dass die Kanten des Briefkastens sauber mit dem Putz schließen. Wenn man noch kein entsprechendes Loch in der Wand hat, sollte man sich einen Profi holen.

Unterputzbriefkästen für Einfamilienhäuser

Bei Einfamilienhäusern hat man normalerweise genug Platz um einen Wandbriefkasten, Standbriefkasten oder sogar einen Paketbriefkasten zu installieren. Diese sind deutlich flexibler, und man hat vor allem viel mehr Auswahl was Größe und Design angeht. Insbesondere Paketbriefkästen stellen in unseren Augen ausserdem einen echten Mehrwert dar.
Wir haben hier die interessantesten Modelle zusammengetragen:

Unterputzbriefkästen für Mehrfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser sind das klassische Einsatzszenario für Unterputzbriefkästen. Sie sparen Platz und bieten auch in Häusern mit sehr vielen Bewohnern ein gutes Gefühl der Sicherheit für ihre Post. Es gibt eine Reihe von Modellen, die man selbst installieren kann. Falls man sie aber einbauen lässt, dann hat der Installateur oft Kontakte, mit denen man ein deutlich besseres Angebot bekommt.

Fazit Unterputzbriefkästen

Unterputzbriefkästen sind so eine Sache. In großen Mehrfamilienhäusern sind sie aus rein logistischen Gründen oft die einzige Wahl, aber wenn man ausreichend Raum hat um eine andere Art von Briefkasten zu installieren, dann sollte man es sich in unseren Augen wirklich zweimal überlegen, ob man unbedingt einen Unterputzbriefkasten will. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Zukunft im Zeichen der Paketbriefkästen steht.

Oft gestellte Fragen zu Unterputzbriefkästen:

Wo kann man Unterputzbriefkästen kaufen?

Wenn man den Briefkasten einbauen lässt, dann sollte man das mit dem Handwerker klären. Der hat oft entweder Kontakte, oder bevorzugte Modelle, die er immer einbaut. Wenn man ihn selbst einbauen will, oder es vom Handwerker aus keine Präferenzen gibt, dann kriegt man am einfachsten Online einen schönen Unterputzbriefkasten.

Kann man Unterputzbriefkästen selbst einbauen?

Naja, theoretisch wohl schon. Aber man sollte wirklich gute handwerkliche Kenntnisse haben. Also wirklich gute. Der Briefkasten ist schließlich fast schon das Aushängeschild des Hauses und sollte entsprechend auch optisch etwas hermachen.

Wie sieht es bei Unterputzbriefkästen mit Zeitungsrollen aus?

Kurz gesagt: Schlecht. Unterputzbriefkästen sind sehr Platzsparend, aber auf Kosten des Volumens. Entsprechend gibt es auch quasi keine Modelle die eingebaute Zeitungsrollen oder ähnliches bieten.

Sind Unterputzbriefkästen sicherer als normale Wandbriefkästen?

Ein bisschen, aber einem wirklich motivierten Dieb kann gar kein normaler Privatbriefkasten etwas entgegensetzen.