Der Ratgeber zu Briefkastenanlagen und Briefkästen für Mehrfamilienhäuser

Eine sehr bunte Briefanlage für ein Mehrfamilienhaus.Briefkästen bzw. Briefkästenanlagen für Mehrfamilienhäuser sind oftmals ein Graus. Aus irgend einem Grund versuchen Bauherren hier immer wieder gerne ein paar Euro zu sparen, obwohl die Nachteile durch eine schlechte Briefkastenanlage die Geldersparnisse bei weitem übersteigen. Wir haben uns mit dem Thema mal etwas genauer beschäftigt, und geschaut wie man die typischen Probleme umgehen kann.

Allgemeines zu Briefkastenanlagen

Das große Hauptproblem bei vielen Anlagen ist die Größe der Briefkästen . Normale Briefkästen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Momentan sind Paketbriefkästen ganz groß im kommen, – ein Trend der sich in den nächsten Jahren nur noch weiter verstärken wird. Bei Briefkastenanlagen ist es aber eher so, als wäre irgendwann die Zeit stehen geblieben. Je mehr Briefkästen zusammengefasst sind, desto schlimmer ist es meistens. In großen Apartmenthäusern sind dann oft nur winzige Briefkästen vorhanden, in die nur kleine Briefe passen.
Das führt dann unweigerlich zu den altbekannten Situationen, in denen ein ganzer Stapel an Zeitungen und DIN A4 Post oben auf der Anlage, oder in einer großen Pappschachtel in der Ecke liegt. Das ist nicht nur unschön, sondern auch unpraktisch.
Eine freistehende, grüne, Briefanlage für 10 Haushalte.Man kann aber viele von diesen Problemen mit vorausschauender Planung umgehen. Falls es vom Platz und der Lage her möglich ist, sollte man freistehende Briefkästen unbedingt den klassischen Unterputzbriefkästen vorziehen. Mit ihnen hat man einfach viel mehr Auswahl was Größe und Form angeht. Man kann hier Modelle mit Zeitungsrolle etc. finden, die es bei Unterputzbriefkästen einfach nicht gibt.
Falls man die Anlage nicht selbst installiert, sollte man mit dem Installateur reden. Vielleicht hat dieser Kontakte zu Herstellern oder Großhändlern, über die man einen Rabatt auf die Briefkastenanlagen bekommen kann.

Briefkastenanlagen für Kommunikation in Firmen

In Firmen mit vielen Angestellten werden oft intern Briefkastenanlagen verwendet, um Post an einzelne Personen im Unternehmen zu leiten. Das klassische Beispiel sind hier Universitäten und große Schulen. Die Situation bei solchen Postfächern ist gegenüber denen von Privathaushalten ein bisschen anders. Der erste Punkt ist, dass es im allgemeinen nicht nötig ist beim Kauf auf Sicherheit oder Regenschutz zu achten, da die Anlagen vermutlich in einem Gebäude ist. Das andere ist, dass im allgemeinen weit weniger Post an die Arbeitsplätze kommt, als an die Privatadresse. Schließlich ist da noch die Rezeption. Man kann normalerweise davon ausgehen, dass in einem Unternehmen immer jemand da ist, wenn der Postbote kommt. Entsprechend können Zeitungen, Pakete und andere große Dinge die nicht in die Postanlage passen sicher abgegeben werden.
All das zusammen bedeutet, dass für interne Briefkastenanlagen in Unternehmen normalerweise eine „Minimallösung“ ausreicht – also einfach eine große Wand von kleinen Postfächern.

Briefkastenanlagen für kleine Mehrfamilienhäuser

Kleine Mehrfamilienhäuser haben die meiste Auswahl wenn es um Briefkastenanlagen geht. Das liegt vor allem daran, dass die Modelle die auf diesen Markt abzielen oft normale Briefkästen sind, die zusammen auf ein Gestell montiert wurden. Entsprechend sieht man viele Standbriefkästen.

Briefkastenanlagen für große Gebäude mit vielen Wohnungen

Eine sehr große Briefkastenanlage.Wenn es um wirklich große Wohnanlagen geht, dann kauft man im Normalfall ja nicht als Privatperson direkt die Anlage. Stattdessen kauft der Installateur sie von einem Großhändler oder direkt dem Hersteller, und baut sie dann für den Kunden ein. Durch diese Beziehung zu den Unternehmen kann er so oft an Rabatte kommen, die man als Endkunde nicht kriegen könnte. Hier sollte man also unbedingt die vorhandenen Optionen ausschöpfen.

Fazit zu Briefkastenanlagen

Briefkastenanlagen haben das Potential den Bewohnern eines Hauses das Leben unnötig schwer zu machen. Man sollte sich also lieber ein bisschen mehr Zeit nehmen und über die genauen Anforderungen an eine solche Anlage nachdenken, bevor man sich für ein Modell entscheidet. Für kleine Mehrfamilienhäuser findet man noch eine gute Auswahl an Modellen, während man bei sehr großen Gebäuden nur noch wenige Optionen hat. Hier kann aber ein erfahrener Installateur mit guten Kontakten viel wert sein.

Oft gestellte Fragen zu Briefkastenanlagen:

Wo kann man Briefkastenanlagen kaufen?

Wenn man eine Briefkastenanlage einbauen lässt, dann macht es Sinn mit dem zuständigen Handwerker darüber zu reden, weil dieser womöglich Kontakte hat mit denen man ein besseres Angebot bekommen kann. Man kann die Anlagen auch Online kaufen, aber da muss man ein wenig rum suchen, weil sie ja eher weniger für Endkunden gekauft werden.

Wann machen Briefkastenanlagen Sinn?

Die große Stärke von Briefkastenanlagen ist, dass sie sehr viele Briefkästen auf sehr wenig Platz unterbringen können. Sie machen also vor allem in großen Mehrfamilienhäusern Sinn, wo der Platz in der Eingangshalle limitiert ist, aber viele Briefkästen untergebracht werden müssen. Ebenso bei Firmen mit vielen, in einem Gebäude verteilten Mitarbeitern.

Gibt es auch Briefkastenanlagen mit Durchwurf?

Ja, die gibt es auch. Hier kommen auch die Punkte die wir in dem Artikel über Durchwurfbriefkästen besprochen haben ins Spiel.