Der Holzbriefkasten Ratgeber

Ein echter Holzbriefkasten im rustischen Stil.Holzbriefkästen waren früher einmal, neben den Einwurfschlitzen, die dominante Form der Briefkästen. Uns ist nicht bekannt wann genau der Trendwandel angefangen hat, der dazu geführt hat, dass es heute fast nur noch Metallbriefkästen gibt. Dass es ihn gab kann aber niemand bezweifeln. Für jeden Holzbriefkasten den man heutzutage in Deutschland findet gibt es mindestens 100 Metallbriefkästen. In manchen Situationen geht das natürlich kaum anders. Mit Holz sollte man z.B. bei großen Mehrfamilienhäusern im Normalfall gar nicht erst anfangen. Aber gerade für kleinere Häuser ist Holz ein wirklich sehr charmantes Material, das fast immer passt.

Wo kann man Holzbriefkästen kaufen?

Das Problem ist momentan, dass es wirklich sehr wenige Briefkästen aus Holz am Markt gibt. Es ist schon fast einfacher Kästen in „Holz-Optik“ zu finden, als echte Modelle. Das ist etwas überraschend, da es seit Jahren einen starken Trend zu Nachhaltigkeit und Verwendung von erneuerbaren Ressourcen gibt, der aber bisher scheinbar um den Bereich Post einen großen Bogen gemacht hat.

Was beim Kauf eines Holzbriefkastens zu beachten ist

Grundsätzlich muss man das gleiche Beachten wie bei allen Briefkästen:
Man muss darauf achten, dass die Dimensionen der Kastens zu dem was man braucht passen. Es kommt wirklich wahnsinnig oft vor, dass Leute zu kleine Briefkästen wählen. Im Zweifelsfall sollte man immer etwas größeres nehmen als man eigentlich für nötig hält. Und wenn man ausreichend Platz hat sollte man darüber nachdenken ob nicht sogar ein Paketbriefkasten eine Option wäre.
Der zweite wichtige Punkt ist der Regenschutz. Auch hier wird die Problematik leicht unterschätzt. Insbesondere an Orten die nicht vor dem Wind geschützt sind besteht die Gefahr, dass Wasser in den Briefkasten kommt. Dieses dringt dabei meistens nicht durch den Briefschlitz ein, wie man vermuten könnte, sondern meist durch die kleinen Spalte und Schlitze am Deckel des Kastens. Die beste Option die man hier hat, ist es gar nicht erst so weit kommen zu lassen: Wenn der Briefkasten an einem trockenen, windgeschützten Ort steht muss man sich hier meist gar keine Sorgen machen. Falls das nicht möglich ist, dann kann man versuchen mit „Tesa Moll“ die Fugen und Spalten so gut wie möglich abzudichten. In vielen Fällen reicht das schon.

Speziell für Briefkästen aus Holz ist das einzige was zusätzlich wichtig ist, dass das Holz mit einer Lasur oder mit Holzöl behandelt wurde, um es draußen wirklich lange haltbar zu machen. Aber quasi alle Modelle die man heutzutage im Handel bekommt sind entsprechend behandelt.

Fazit zu Briefkästen aus Holz

Holz ist ein wirklich unterbewertetes Material wenn es um Briefkästen geht. Es gibt funktional fast keine Unterschiede zwischen einem Holz- und einem Metallbriefkasten, und vom Design her bietet Holz nun mal einfach mehr Charakter und Charme als der etwas anonyme Edelstahl. Man muss gegenüber Metall auch keine wirklichen Zusatzpunkte beachten. Die einzige Erklärung die wir momentan dafür haben, dass man Holzbriefkästen nicht öfter sieht, ist das „Henne und Ei“ Problem. Es gibt nur eine Handvoll Modelle auf dem Markt, weil nur wenige Leute Holzbriefkästen kaufen, und es kaufen nur wenige Leute Holzbriefkästen weil es nur so wenige Modelle gibt…… Von unsrer Seite aus gibt es aber keinerlei Zweifel daran, dass Holzbriefkästen in früher oder später wieder viel, viel mehr Beachtung bekommen werden. Und originell sind Holzbriefkästen auf jeden fall. Insgsamt sind sie also ein interessantes Konter-Statement zu den aktuell so starken Designer-Briefkästen.

Oft gestellte Fragen zu Holzbriefkästen:

Kann man Holzbriefkästen selber bauen?

Das kann man definitiv, falls man die nötigen handwerklichen Fähigkeiten hat. Man sollte aber wirklich wissen was man tut. Wenn man z.B. zu große Spaltmaße lässt kommt sonst Wasser rein. Außerdem soll der Briefkasten ja auch schön aussehen. Er ist ja quasi da Aushängeschild des Hauses.

Verrotten Holzbriefkästen nicht schnell?

Nein, nicht wenn Sie lasiert und/oder an einem geschützten Ort sind. Eine Haustür aus Holz hält ja auch, ohne nach ein paar Jahren zu verrotten.

Gibt es Standbriefkästen aus Holz?

Wir kennen zumindest keine die im großen Stil verkauft werden.  Hier hat man wohl mit Individualanfertigungen die beste Chance.

Warum gibt es quasi keine Holzbriefkästen zu kaufen?

Der Hauptgrund ist vermutlich einfach der Produktionsaufwand. Die meisten Briefkästen sind heutzutage Massenprodukte „Made in China“. Plastik und Metall sind die unbestrittenen Könige der Massenfertigung und lassen sich einfach Maschinell verarbeiten. Holz ist (zumindest im Vergleich) schwieriger in großen Mengen zu verarbeiten.